Aareschwimmen ist das bekannteste Sommerritual in Bern: Schwimmerinnen und Schwimmer lassen sich in der türkisgrünen Aare durch die Stadt treiben und steigen an einer markierten Stelle wieder aus. Die Strömung ist deutlich stärker als in einem See und verlangt Respekt sowie sichere Schwimmkenntnisse.
An heissen Tagen gehört das Aareschwimmen für Bernerinnen und Berner einfach dazu. Die Aare fliesst kühl und kräftig durch die Stadt, und das Treibenlassen mit Blick auf die Altstadt ist ein Sommererlebnis der besonderen Art. Der Fluss ist jedoch kein Schwimmbad: Wer sicher schwimmen will, muss die Regeln kennen. Dieser Überblick erklärt Strecke, Sicherheit und die beste Zeit zum Einstieg.
So funktioniert das Aareschwimmen
Man steigt flussaufwärts ein und lässt sich von der Strömung talwärts tragen. Die bekannteste Strecke führt vom Eichholz oder vom Marzili-Bad durch die Stadt. Die Ausstiegsstellen sind mit Stangen und Griffen markiert; wer den Ausstieg verpasst, muss bis zur nächsten Stelle weiterschwimmen, was gefährlich werden kann. Deshalb gilt: rechtzeitig zum Ufer orientieren.
Die Strömung ist deutlich stärker als in einem See. Geübte Schwimmerinnen und Schwimmer kommen damit gut zurecht, für Anfänger und Kinder ist der Fluss jedoch nicht geeignet. Schwimmhilfen und ein wasserdichter Schwimmsack erleichtern den Einstieg.

Sicherheit zuerst
- Nur als sichere Schwimmerin oder Schwimmer und nie allein einsteigen.
- Wassertemperatur prüfen: Die Aare ist auch im Sommer oft nur um die 18 bis 20 Grad kalt.
- Ausstiegsstellen kennen und rechtzeitig ansteuern.
- Keinen Alkohol vor dem Schwimmen und nie bei Hochwasser.
- Schwimmsack benutzen, um Kleidung trocken zu transportieren und sichtbar zu sein.
Die Stadt und die Wasserrettung weisen jeden Sommer auf die Gefahren hin. Laut Berner Behörden kommt es trotz Warnungen regelmässig zu Rettungseinsätzen, weil Schwimmende die Strömung unterschätzen. Auch 2026 gilt deshalb: Wer schwimmt, sollte sich vorbereiten.
Beste Zeit und Wassertemperatur
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Saison | etwa Juni bis September |
| Wassertemperatur | meist 18 bis 20 Grad, im Hochsommer auch mehr |
| Beliebte Strecke | Marzili durch die Stadt |
| Voraussetzung | sicheres Schwimmen, kein Hochwasser |
Das Marzili-Bad am Aareufer ist kostenlos und einer der beliebtesten Treffpunkte der Stadt. Von dort startet die klassische Schwimmstrecke.
Mit der Stadt verbinden
Das Aareschwimmen ist Teil des Berner Lebensgefühls; einen Überblick über alle Höhepunkte bietet unser Guide zu den Sehenswürdigkeiten in Bern. Wer nach der Abkühlung Kultur sucht, erlebt im Spätwinter mit der Berner Fasnacht die laute, bunte Gegenseite des ruhigen Sommerrituals.
Häufige Fragen zum Aareschwimmen
Ist das Aareschwimmen gefährlich?
Die Aare hat eine starke Strömung und ist kühl. Für sichere Schwimmerinnen und Schwimmer mit Ortskenntnis ist sie gut beherrschbar, für Anfänger und Kinder jedoch nicht geeignet.
Wann ist die beste Zeit zum Aareschwimmen?
Die Saison dauert etwa von Juni bis September. Im Hochsommer ist das Wasser am wärmsten, liegt aber meist trotzdem nur um die 18 bis 20 Grad.
Wo steige ich aus der Aare?
Die Ausstiegsstellen sind mit Stangen und Griffen markiert. Man sollte sie vor dem Einstieg kennen und rechtzeitig zum Ufer steuern, da ein verpasster Ausstieg gefährlich ist.
Was brauche ich fürs Aareschwimmen?
Empfehlenswert sind ein wasserdichter Schwimmsack für Kleidung und Wertsachen sowie gute Schwimmkenntnisse. Auf Alkohol sollte man verzichten und nie bei Hochwasser ins Wasser gehen.
Fazit
Aareschwimmen bleibt für viele in Bern das feste Sommerprogramm: kühles Wasser, spürbare Strömung und die Altstadt am Ufer. Wer die Sicherheitsregeln kennt, sicher schwimmt und die Ausstiege im Voraus plant, kommt entspannt durch die Stadt. Am einfachsten gelingt der Einstieg am kostenlosen Marzili-Bad, von dort führt die bekannteste Strecke flussabwärts.
An regnerischen Tagen ist eine gute Indoor-Alternative ein Escape Room in Bern.
Für ein musikalisches Sommer-Highlight in Bern lohnt sich ausserdem unser Gurtenfestival Guide.
