Der Bärenpark Bern ist die moderne, weitläufige Anlage am Aareufer, in der die Berner Stadtbären leben; der historische Bärengraben direkt daneben erinnert seit Jahrhunderten an die Bären als Wappentier der Stadt. Beide zusammen bilden eines der beliebtesten Wahrzeichen Berns.
Der Bär begleitet Bern seit der Stadtgründung im 12. Jahrhundert und ziert Wappen, Brunnen und Fahnen. Wer die Stadt besucht, kommt am Wappentier kaum vorbei – und am Aareufer unterhalb der Altstadt kann man den Tieren heute aus nächster Nähe begegnen. Dieser Guide erklärt den Unterschied zwischen altem Graben und neuem Park, zeigt die beste Besuchszeit und verbindet den Ausflug mit einem Spaziergang in die Altstadt.
Vom Bärengraben zum Bärenpark
Über Jahrhunderte lebten Berns Bären im runden, gemauerten Bärengraben an der Nydeggbrücke. Die Haltung in den engen Gruben galt jedoch zunehmend als nicht mehr tiergerecht. 2009 wurde deshalb der neue Bärenpark eröffnet, der sich über das steile Aareufer erstreckt und den Tieren rund 6000 Quadratmeter mit Wasserzugang, Höhlen und Hängen bietet. Der historische Graben blieb als Denkmal erhalten und dient den Bären zeitweise weiterhin als Rückzugsort.
Die Bären können im neuen Gehege direkt zur Aare hinuntersteigen und schwimmen – ein Anblick, der besonders an warmen Tagen viele Schaulustige anzieht. Der Park ist frei zugänglich und über mehrere Wege und Aussichtspunkte einsehbar.

Besuch planen
- Eintritt: kostenlos und frei zugänglich.
- Lage: am Aareufer unterhalb der Altstadt, an der Nydeggbrücke.
- Beste Zeit: Vormittags und an wärmeren Tagen sind die Bären oft aktiver.
- Dauer: 30 bis 60 Minuten, je nach Aktivität der Tiere.
Die Bären halten von etwa November bis Februar Winterruhe und sind dann seltener zu sehen. Wer die Tiere sicher beobachten möchte, plant den Besuch daher am besten zwischen Frühling und Herbst. 2026 bleibt der Park ein fester Programmpunkt für Familien und Erstbesucher.
Die Bären als Berner Wahrzeichen
Der Name der Stadt wird traditionell mit dem Bären verbunden, und das Tier ist bis heute allgegenwärtig: vom grossen Stadtwappen bis zum berühmten Berner Mutz. Laut Bern Welcome gehört der Bärenpark zu den meistbesuchten frei zugänglichen Attraktionen der Stadt. Der erste verbürgte Hinweis auf gehaltene Bären in Bern reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, womit die Tradition weit über 400 Jahre alt ist.
Mit der Altstadt verbinden
Der Bärenpark eignet sich ideal als Start- oder Endpunkt eines Stadtrundgangs. Wer einen kompletten Überblick sucht, findet ihn in unserem Guide zu den Sehenswürdigkeiten in Bern. Direkt nach dem Besuch lohnt der kurze Aufstieg zum Rosengarten mit seinem Panoramablick, der nur wenige Gehminuten oberhalb des Parks liegt.
Häufige Fragen zum Bärenpark und Bärengraben
Was ist der Unterschied zwischen Bärenpark und Bärengraben?
Der Bärengraben ist die historische, gemauerte Anlage, in der die Bären früher gehalten wurden. Der Bärenpark von 2009 ist das moderne, weitläufige Gehege am Aarehang, das den Tieren deutlich mehr Platz und einen Wasserzugang bietet.
Kostet der Besuch Eintritt?
Nein, der Bärenpark ist frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Man kann die Bären entlang des Aareufers von verschiedenen Aussichtspunkten beobachten.
Wann sieht man die Bären am besten?
Zwischen Frühling und Herbst sind die Bären aktiv und gut zu beobachten. Im Winter halten sie Winterruhe und ziehen sich häufig zurück, sodass sie seltener zu sehen sind.
Wie erreiche ich den Bärenpark?
Der Park liegt am Aareufer an der Nydeggbrücke, nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt. Vom Bahnhof aus erreicht man ihn bequem zu Fuss oder mit dem Tram bis zur Nahe gelegenen Haltestelle.
Fazit
Bärenpark und Bärengraben verbinden lebendige Geschichte mit modernem Tierwohl. Der Besuch ist kostenlos, schnell mit der Altstadt zu verbinden und führt direkt zum Wappentier der Stadt. Wer Bern entdeckt, sollte sich diesen Ort nicht entgehen lassen – am besten als Auftakt zu einem Bummel durch die Gassen.
