Familiengarten Bern: Was die Laubenversicherung bringt

Gartenlaube in einem Berner Familiengarten mit Blumenbeeten am Abend

Wer in Bern einen Platz in einem Familiengarten ergattert, hält oft jahrelang die Ohren steif: Wartelisten sind lang, die Freude über die eigene Parzelle gross. Zwischen Beeten, Laube und Gartenhaus steckt dabei oft mehr Wert, als viele Pächter vermuten. Wird die Laube durch Sturm, Feuer oder Einbruch beschädigt, zahlt die normale Hausratversicherung meist nicht. Eine eigene Familiengarten-Versicherung schliesst diese Lücke – und lohnt sich für die meisten Kleingärtner in der Bundesstadt.

Wie die Schrebergarten-Kultur in Bern gewachsen ist

Die Stadt Bern verwaltet 28 Familiengarten-Areale mit rund 2000 Parzellen auf einer Fläche von 50 Hektaren, wie Stadtgrün Bern 2026 ausweist. Die einzelnen Gärten sind zwischen 100 und 400 Quadratmeter gross – Platz genug für Gemüsebeete, Obstbäume und eine kleine Laube zum Verweilen. Für viele Familien in der Bundesstadt ist der eigene Garten seit Generationen ein Rückzugsort vom Alltag der Stadt.

Wie stark Lauben das Stadtbild prägen, zeigt sich nicht nur in den Familiengärten am Stadtrand. Auch mitten in der Altstadt spielen sie eine Rolle: Seit 1983 gehören die Lauben der Berner Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Ihren Namen tragen sie aus demselben Grund wie die Gartenlauben – als überdachter, halboffener Rückzugsraum. Wer selbst eine Parzelle bewirtschaftet, übernimmt damit ein Stück dieser Tradition.

Diese Werte und Risiken stecken in der Laube

Familiengärten in Bern auf einen Blick28Familiengarten-Areale2’000Parzellen in der Stadt Bern50 haGesamtfläche der Areale100–400 m²Grösse pro GartenQuelle: Stadtgrün Bern, 2026g26.ch

Eine Gartenlaube ist ein kleines, meist aus Holz gebautes Gartenhaus auf einer Kleingarten- oder Familiengarten-Parzelle, das als Aufenthaltsraum, Geräteschuppen oder beides dient. Je nach Ausbaustandard reicht der Neuwert von wenigen Tausend bis über 20’000 Franken – vor allem, wenn Küche, Sitzecke oder eine kleine Terrasse dazugehören.

Zum Wert der Laube kommt meist noch das Inventar: Gartengeräte, Grill, Gartenmöbel und oft auch elektrische Geräte wie Rasenmäher oder Kühlschrank. Wer seine Laube mit robusten Gartenmöbeln ausstattet, sollte deren Wert bei der Versicherungssumme mit einrechnen. Sonst droht im Schadenfall eine Unterversicherung, bei der nur ein Teil des Schadens ersetzt wird. Zu den häufigsten Risiken zählen Sturm, Hagel, Feuer, Leitungswasser und Einbruchdiebstahl. In Deutschland gibt es laut Stiftung Warentest (2025) rund 900’000 Kleingartenparzellen mit einer durchschnittlichen Grösse von 370 Quadratmetern. Gartenversicherung ist längst kein Nischenthema. Das gilt auch über die Landesgrenze hinaus.

Familiengarten-Versicherung schützt Laube und Inventar

Infografik: Versicherungsschutz für Laube und Garten gegen Feuer, Sturm, Leitungswasser und Einbruch

Eine Kleingartenversicherung – in der Schweiz oft als Familiengarten- oder Laubenversicherung bezeichnet – ist eine spezielle Sachversicherung für Gartenparzellen. Gegen Elementarschäden, Feuer, Diebstahl und Vandalismus sichert sie Gebäude, Inventar und teils auch Pflanzen ab. Viele Pächterinnen und Pächter gehen fälschlicherweise davon aus, dass ihre bestehende Hausratversicherung die Laube automatisch mitversichert. Das stimmt meist nicht: Die Parzelle liegt ausserhalb der eigenen Wohnadresse.

Wie der Versicherungsschutz für Laube und Inventar im Detail aussieht und worauf man bei der Versicherungssumme achten sollte, erklärt in diesem Ratgeber von Versicherungsriese. Wer 2026 einen Garten pachtet oder bereits bewirtschaftet, sollte den Versicherungsschutz jährlich mit dem tatsächlichen Wert von Laube und Inventar abgleichen. So droht im Ernstfall keine böse Überraschung.

Häufige Fragen zur Familiengarten-Versicherung

Ist eine Versicherung für den Familiengarten in Bern Pflicht?
Nein, eine gesetzliche Pflicht gibt es nicht. Manche Pachtverträge oder Vereinsreglemente der Familiengarten-Areale empfehlen jedoch ausdrücklich eine Absicherung von Laube und Inventar. Ohne eigene Police bleiben Schäden durch Sturm, Feuer oder Einbruch meist vollständig bei der pächtenden Person hängen.

Deckt die Hausratversicherung die Laube automatisch mit?
In der Regel nicht, da sich die Gartenparzelle ausserhalb der Wohnadresse befindet, für die die Hausratversicherung gilt. Manche Anbieter bieten optionale Zusatzbausteine für Gartenhäuser an, diese sind aber oft auf kleine Summen begrenzt. Ein Blick ins Kleingedruckte oder ein kurzer Anruf beim eigenen Versicherer schafft schnell Klarheit.

Was kostet eine Kleingarten- oder Laubenversicherung ungefähr?
Günstige Tarife starten laut Vergleichsportalen bereits bei rund 35 Euro pro Jahr, umfassendere Pakete mit Neuwertdeckung liegen häufiger bei 100 bis 150 Euro jährlich. Je nach Versicherungssumme, Ausbaustandard der Laube und gewähltem Selbstbehalt schwankt der genaue Beitrag. Ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnt sich, da die Leistungsunterschiede teils erheblich sind.

Welche Schäden sind typischerweise mitversichert?
Zu den Standardleistungen zählen meist Feuer, Sturm, Hagel, Leitungswasser und Einbruchdiebstahl an Laube und Inventar. Viele Tarife lassen sich zusätzlich um Glasbruch, Vandalismus oder erhöhte Aufräumkosten erweitern. Welche Bausteine sinnvoll sind, hängt stark von Lage und Bauweise der jeweiligen Parzelle ab.

Fazit

Der eigene Familiengarten in Bern ist mehr als ein Stück Erde – er ist Rückzugsort, Tradition und oft ein beachtlicher Sachwert in Laube und Inventar. Neben den 2026 gültigen Pachtbedingungen gehört auch der Versicherungsschutz zur Verantwortung jedes Pächters. Für jeden, der eine Parzelle pflegt, lohnt sich ein jährlicher Vergleich von Neuwert und Versicherungssumme. Eine passende Police schliesst die Lücke, die viele Hausratversicherungen offen lassen, und schützt vor teuren Überraschungen nach Sturm, Feuer oder Einbruch. So bleibt der Garten das, was er sein soll. Ein Ort der Erholung, nicht der Sorgen.

How useful was this post?

Click on a star to rate it!

Average rating 0 / 5. Vote count: 0

No votes so far! Be the first to rate this post.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert