Der Zibelemärit ist der traditionelle Zwiebelmarkt der Stadt Bern und findet jeweils am vierten Montag im November in der Altstadt statt. Schon vor Tagesanbruch bauen Bäuerinnen und Bauern ihre Stände mit kunstvoll geflochtenen Zwiebelzöpfen auf, tagsüber füllen sich die Lauben, und am Nachmittag kippt die Stimmung ins Ausgelassene mit Konfettischlachten.
Wenn es im November noch dunkel ist und die ganze Altstadt nach Zwiebeln duftet, ist Zibelemärit. Jedes Jahr lockt der Markt Hunderttausende in die Stadt und gilt als fixer Termin im Berner Kalender. Neben den Zwiebelzöpfen gehören Zwiebelkuchen, Glühwein und das Konfettiwerfen zum festen Programm des Tages. Woher der Brauch stammt und was Besucherinnen und Besucher erwartet, zeigt der folgende Überblick.
Termin und Ablauf
Der Zibelemärit findet traditionell am vierten Montag im November statt. Bereits zwischen vier und fünf Uhr morgens bauen die Bäuerinnen und Bauern ihre Stände unter den historischen Lauben der Berner Altstadt auf, und schon in der Dunkelheit strömen die ersten Besucher herbei. Im Tagesverlauf wird es voller und lauter, und am Nachmittag kippt die Stimmung schliesslich ins Ausgelassene mit Konfettischlachten.
Verkauft werden vor allem kunstvoll geflochtene Zwiebelzöpfe und Zwiebelfiguren, dazu Knoblauch, Trockenblumen und Gebäck. Der Markt dauert den ganzen Tag und endet erst am Abend. 2026 fällt der Zibelemärit erneut auf den vierten Montag im November.

Was es zu sehen und zu essen gibt
- Zwiebelzöpfe: kunstvoll geflochtene Zöpfe als typisches Mitbringsel.
- Zwiebelkuchen und Käsewähe: beliebte Marktspezialitäten.
- Glühwein und Punsch: wärmende Getränke gegen die Novemberkälte.
- Konfetti: am Nachmittag gehört das Werfen von Konfetti zur Tradition.
Laut Stadt Bern werden am Zibelemärit jeweils mehrere Dutzend Tonnen Zwiebeln angeboten. Der Markt zieht regelmässig Hunderttausende Besucher an und ist damit eines der grössten eintägigen Volksfeste der Schweiz.
Geschichte und Hintergrund
Der Zibelemärit geht auf einen alten Markt zurück. Einer Überlieferung nach erhielten Bäuerinnen und Bauern aus der Region einst das Recht, ihre Zwiebeln in Bern zu verkaufen, woraus sich über die Jahre das heutige Fest entwickelte. Vor allem ist er inzwischen ein lebendiges Brauchtumsfest geworden, das den Beginn der kalten Jahreszeit markiert und tief in der Berner Identität verankert ist – ähnlich wie die winterliche Berner Fasnacht wenige Monate später ihren festen Platz im Jahreskalender der Stadt hat.
Tipps für den Besuch
| Aspekt | Tipp |
|---|---|
| Beste Zeit | früh morgens für Stimmung, tagsüber für Ruhe |
| Anreise | öffentlicher Verkehr, da grosser Andrang |
| Kleidung | warm, da es im November bereits kalt ist |
| Mitbringsel | ein Zwiebelzopf als Souvenir |
Zibelemärit und die Berner Altstadt
Der Zibelemärit ist ein Höhepunkt des Berner Jahres. Einen Überblick über alle Attraktionen der Stadt bietet unser Guide zu den Sehenswürdigkeiten in Bern. Ganz in der Nähe der Marktstände steht zudem der Zytglogge mit seinem Figurenspiel, dessen Glocken den Markttag rhythmisch begleiten.
Häufige Fragen zum Zibelemärit
Warum heisst der Markt Zibelemärit?
Zibelemärit ist Berndeutsch für Zwiebelmarkt. Der Name verweist auf die Zwiebeln, die von jeher das Hauptprodukt des Marktes sind.
Wo genau in Bern findet der Zibelemärit statt?
Der Markt breitet sich über die gesamte Berner Altstadt aus, mit Ständen unter den historischen Lauben und auf den Plätzen rund um den Zytglogge.
Lohnt sich ein früher Besuch?
Ja, die besondere Stimmung entsteht in der morgendlichen Dunkelheit, wenn die ersten Stände öffnen und die Bäuerinnen und Bauern ihre Zwiebelzöpfe aufhängen. Wer es ruhiger mag, kommt etwas später am Vormittag.
Was unterscheidet die traditionellen Zwiebelzöpfe von gewöhnlichen Marktwaren?
Die Zwiebelzöpfe werden von Hand geflochten und dienen weniger dem Kochen als dem Aufhängen als Deko-Stück und Souvenir – ein Handwerk, das am Zibelemärit besonders sichtbar wird.
Fazit
Der Zibelemärit ist gelebte Berner Tradition: ein duftender, lauter Markt, der jeweils am vierten Montag im November den Winter einläutet. Wer schon vor Sonnenaufgang in der Altstadt ist, erlebt die ruhigere, fast andächtige Seite des Marktes, bevor am Nachmittag die Konfettischlachten beginnen.
