Käsefondue ist ein Schweizer Nationalgericht aus geschmolzenem Käse, Weisswein und Gewürzen, in das Brotstücke getunkt werden. Mit Gruyère und Vacherin Fribourgeois als Basis gelingt es in rund 20 Minuten für vier Personen.
Das Käsefondue gehört zu den geselligsten Gerichten der Schweiz. Alle sitzen um einen Topf, tauchen Brot ein und geniessen den warmen Käse. Mit dem richtigen Rezept gelingt es auch zu Hause mühelos, ohne dass der Käse klumpt oder am Boden anbrennt.
Die Geschichte des Fondues
Das Wort Fondue stammt vom französischen „fondre“, also schmelzen. In den Bergregionen half das Gericht dabei, Käse und Brot aus dem Vorjahr aufzubrauchen, bevor die neue Ernte kam. Laut der Branchenorganisation Switzerland Cheese Marketing zählt das Fondue bis 2026 zu den meistverkauften Käsezubereitungen des Landes. Der Schweizer Pro-Kopf-Käsekonsum liegt bei rund 22 Kilogramm jährlich – ein Wert, an dem das Fondue seinen festen Anteil hat.
Die Zutaten für vier Personen
- 400 g Gruyère, fein gerieben
- 400 g Vacherin Fribourgeois, fein gerieben
- 3 dl trockener Weisswein
- 1 Knoblauchzehe
- 2 Teelöffel Maizena
- 1 Schuss Kirsch
- Pfeffer und etwas Muskatnuss
- 600 g Brot, in Würfel geschnitten
Schritt für Schritt zum perfekten Fondue
- Reiben Sie den Caquelon mit der halbierten Knoblauchzehe aus.
- Geben Sie Wein und Käse hinein und erhitzen Sie alles langsam unter ständigem Rühren.
- Rühren Sie die in Kirsch angerührte Maizena ein, sobald der Käse geschmolzen ist.
- Würzen Sie mit Pfeffer und Muskatnuss und stellen Sie den Topf auf das Rechaud.
Die richtige Käsemischung
Das Geheimnis eines guten Fondues liegt in der Mischung. Gruyère bringt die Würze, Vacherin Fribourgeois sorgt für die cremige Textur. Viele Regionen setzen auf die sogenannte „Moitié-Moitié“, bei der beide Sorten zu gleichen Teilen verwendet werden. Wer es kräftiger mag, gibt etwas reifen Appenzeller dazu. Wichtig ist vor allem, dass alle verwendeten Käsesorten gut schmelzen, sonst bilden sich Klumpen statt einer glatten Masse.

Die passenden Beilagen
- Knuspriges Weissbrot oder Ruchbrot vom Vortag
- Gekochte Kartoffeln in Würfeln
- Eingelegte Gurken und Silberzwiebeln
- Birnen- oder Apfelstücke für eine fruchtige Note
- Ein frischer Salat als leichte Begleitung
Die besten Tipps
Rühren Sie immer in Form einer Acht, damit das Fondue cremig bleibt, und halten Sie die Hitze niedrig, denn zu starke Hitze lässt den Käse gerinnen. Wer am Boden des Caquelons eine knusprige Käsekruste mag, lässt das Fondue zum Schluss kurz anbacken. Diese Kruste, „la religieuse“ genannt, gilt unter Kennern als eigene kleine Delikatesse. Wer das Fondue mit weiteren Klassikern der Schweizer Küche kombinieren will, findet im Überblick zum Schweizer Käse die passenden Sorten. Wer am nächsten Abend lieber geschmolzenen Käse über Kartoffeln geniesst, findet beim Raclette die passende Anleitung. Und wer nach einer weiteren Alpenspezialität sucht, wird bei den Älplermagronen fündig, einem deftigen Gegenstück aus Teigwaren, Kartoffeln und Rahm.
Reste richtig aufbewahren
Übrig gebliebenes Fondue lässt sich gut weiterverwenden: abgekühlt in ein verschlossenes Gefäss füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Zum Aufwärmen bei niedriger Hitze mit einem Schuss Milch oder Weisswein glattrühren, sonst wird die Masse körnig. Aus den Resten lässt sich zudem eine Käsesauce für Gratins oder Nudeln machen – so geht nichts verloren.
Häufige Fragen zum Käsefondue
Warum wird mein Fondue nicht cremig?
Meist fehlt die Bindung. Rühren Sie etwas mehr in Kirsch angerührte Maizena ein und halten Sie die Temperatur niedrig.
Welcher Wein passt zum Fondue?
Ein trockener Weisswein wie ein Fendant aus dem Wallis passt hervorragend, weil seine Säure den Käse leichter verdaulich macht.
Was tun, wenn das Fondue gerinnt?
Nehmen Sie den Topf von der Hitze und rühren Sie kräftig in einer Acht. Ein Spritzer Zitronensaft kann die Masse wieder binden.
Kann man Fondue ohne Alkohol zubereiten?
Ja, ersetzen Sie den Wein durch Bouillon oder Traubensaft und den Kirsch durch etwas Zitronensaft.
Fazit
Ein gelungenes Käsefondue braucht nur wenige Zutaten, die richtige Käsemischung und etwas Geduld beim Rühren. Wer die Hitze niedrig hält und in Achten rührt, bekommt ein cremiges Ergebnis – und mit den Resten vom Vortag lässt sich am nächsten Tag gleich weiterkochen.
