Raclette: Tradition, Käse und das perfekte Raclette-Essen

Geschmolzener Raclettekäse wird über Kartoffeln geschabt
Kurze Antwort

Raclette ist ein Schweizer Gericht, bei dem Käse geschmolzen und über Pellkartoffeln und Beilagen serviert wird.

Raclette gehört zu den beliebtesten Geselligkeitsessen der Schweiz. Der Name leitet sich vom französischen „racler» ab, was schaben bedeutet. Genau so wurde der Käse früher am offenen Feuer geschmolzen und abgeschabt.

Die Tradition des Raclette

Im Wallis hat das Raclette eine lange Geschichte. Hirten schmolzen den Käse direkt am Feuer und assen ihn mit Brot oder Kartoffeln. Heute steht in den meisten Haushalten ein elektrisches Raclette-Gerät mit kleinen Pfännchen. Laut der Branchenorganisation Switzerland Cheese Marketing zählt Raclette 2026 neben dem Fondue zu den meistgegessenen warmen Käsegerichten, und der Walliser Raclette du Valais trägt seit Jahren eine geschützte Ursprungsbezeichnung.

Der richtige Käse

Klassisch verwendet man Raclette du Valais AOP. Dieser Käse schmilzt gleichmässig und entwickelt ein würziges Aroma. Wer Abwechslung mag, probiert würzige oder mit Pfeffer verfeinerte Varianten. Mehr über die Vielfalt der Sorten lesen Sie im Überblick zum Schweizer Käse.

Raclette: So gelingt der Raclette-Abend
Raclette: So gelingt der Raclette-Abend

Die typischen Beilagen

  • Pellkartoffeln, warm gehalten
  • Cornichons und Silberzwiebeln
  • Eingelegte Maiskölbchen
  • Schwarzer Pfeffer und Paprikapulver
  • Trockenfleisch oder Schinken nach Wunsch

Raclette am Stück oder in Scheiben

Es gibt zwei klassische Arten, Raclette zu geniessen. Beim traditionellen Raclette schmilzt man einen halben Käselaib vor einer Hitzequelle und schabt die geschmolzene Schicht ab. Diese Methode sieht man oft an Märkten und Festen. Zu Hause nutzen die meisten ein Tischgerät mit kleinen Pfännchen, in denen jeder seinen Käse nach Geschmack schmelzen kann. Beide Varianten haben ihren Reiz, und gerade das Tischgerät macht den Abend besonders gesellig.

So gelingt der perfekte Raclette-Abend

Heizen Sie das Gerät gut vor, bevor Sie den Käse einlegen. Schneiden Sie den Käse in passende Scheiben und halten Sie die Kartoffeln warm. Ein knackiger Salat sorgt für Frische zwischendurch. Achten Sie darauf, das Pfännchen nicht zu überfüllen, damit der Käse gleichmässig schmilzt. Wer mag, verfeinert das geschmolzene Stück mit etwas Pfeffer oder Paprika.

Kreative Ideen fürs Raclette

Neben den klassischen Beilagen lässt sich beim Raclette vieles ausprobieren. Beliebt sind dünn geschnittene Champignons, Cherrytomaten, Maiskörner oder Ananasstücke im Pfännchen. Auch ein Stück Birne unter dem Käse schmeckt überraschend gut. So wird jeder Abend abwechslungsreich und jeder Gast stellt sich seine Lieblingskombination zusammen. Wer nach dem Käseabend ein wärmendes Hauptgericht aus den Alpen sucht, findet bei den Älplermagronen die passende Inspiration. Mehr über die Vielfalt der Schweizer Sorten lesen Sie zudem im Überblick zum Schweizer Käse.

Häufige Fragen zum Raclette

Welcher Käse eignet sich für Raclette?

Am besten eignet sich Raclette du Valais AOP, weil er gleichmässig schmilzt und würzig schmeckt.

Wie viel Käse braucht man pro Person?

Rechnen Sie mit etwa 200 bis 250 Gramm Käse pro Person, je nach Appetit und Beilagen.

Was passt als Getränk zum Raclette?

Ein trockener Weisswein oder schwarzer Tee unterstützt die Verdauung des reichhaltigen Käses.

Kann man Raclette ohne Gerät machen?

Ja, im Backofen lässt sich der Käse in einer feuerfesten Form schmelzen und anschliessend über die Kartoffeln giessen.

Fazit

Raclette verbindet einfache Zutaten mit viel Geselligkeit. Mit dem richtigen Käse, warmen Kartoffeln und feinen Beilagen wird der Abend für alle zum Genuss.

Wenn du es lieber im Caquelon magst, hilft dir unser grosser Fondue-Guide mit Sorten und Verhältnissen weiter.

Dazu passt frisch gebackenes Brot – etwa aus unserem einfachen Focaccia Rezept.

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