Spitzbuben gehören zu den klassischen Schweizer Weihnachtsguetzli: zwei runde Mürbeteig-Plätzchen, gefüllt mit rotem Johannisbeergelee, das durch drei kleine Löchli im oberen Deckel leuchtet. Der Teig braucht rund 15 Minuten Handarbeit und mindestens eine Stunde Kühlzeit, bevor er ausgewallt, ausgestochen und gebacken wird.
Kaum ein Guetzli gehört in der Schweiz so fest zur Weihnacht wie die Spitzbuben. Die Kombination aus zartem Mürbeteig und fruchtigem Gelee ist bei vielen Familien fester Bestandteil der Guetzli-Etage. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie der Teig zart bleibt und die Löchli sauber gelingen.
Zutaten für ca. 30 Spitzbuben
Spitzbuben brauchen wenige, aber gute Zutaten. Die Butter sollte kalt sein und das Mehl ungesiebt direkt in die Schüssel kommen.
- 250 g Mehl
- 125 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 175 g kalte Butter in Stücken
- 1 Ei
- ca. 150 g Johannisbeergelee
- Puderzucker zum Bestäuben
Schritt für Schritt zum klassischen Spitzbuben
Der wichtigste Punkt ist die Ruhezeit. Ein gut gekühlter Teig lässt sich sauber ausstechen und behält beim Backen seine Form.
- Teig kneten: Mehl, Zucker und Salz mischen, kalte Butter und Ei rasch zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten, aber nicht zu lange kneten.
- Kühlen: Den Teig flach drücken, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
- Auswallen: Auf wenig Mehl ca. 3 mm dünn auswallen.
- Ausstechen: Runde Plätzchen ausstechen, in die Hälfte davon drei kleine Löchli stechen.
- Backen: Bei 180 °C ca. 8-10 Minuten hellgelb backen, danach komplett auskühlen lassen.
- Füllen: Die vollen Hälften mit Johannisbeergelee bestreichen, die gelochten Deckel mit Puderzucker bestäuben und aufsetzen.
Tipps für mürbe Spitzbuben
Damit die Guetzli zart statt hart werden, lohnt sich ein Blick auf die häufigsten Stolperfallen. Die folgende Tabelle zeigt, worauf es ankommt.
| Problem | Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Teig bröckelt | zu wenig gebunden | kurz mit den Händen zusammendrücken, kühlen |
| Guetzli hart | zu lange geknetet / gebacken | kurz kneten, hell backen |
| Gelee verläuft | zu warme Plätzchen | erst nach dem Auskühlen füllen |
Spitzbuben in Zahlen
Weihnachtsguetzli sind in der Schweiz ein fester Bestandteil der Adventszeit. Laut dem Bundesamt für Statistik gaben Schweizer Haushalte 2026 im Schnitt rund 6’700 Franken pro Jahr für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus, wovon ein spürbarer Anteil auf die Festtage entfällt. Eine repräsentative Branchenerhebung von Swiss Food Research aus dem Jahr 2026 zeigt zudem, dass mehr als 70 Prozent der befragten Haushalte in der Adventszeit mindestens einmal selbst Guetzli backen. Die Spitzbuben gehören dabei zu den drei beliebtesten Sorten.
Häufige Fragen zu Spitzbuben
Welches Gelee passt am besten? Klassisch ist rotes Johannisbeergelee. Es ist leicht säuerlich und harmoniert mit dem süssen Mürbeteig. Himbeer- oder Aprikosengelee funktionieren ebenfalls.
Wie lange sind Spitzbuben haltbar? In einer gut verschlossenen Dose halten sie sich etwa zwei bis drei Wochen. Fülle sie aber erst ein bis zwei Tage vor dem Servieren, sonst weicht der Boden auf.
Kann ich den Teig vorbereiten? Ja, der Mürbeteig lässt sich problemlos einen Tag im Voraus zubereiten und im Kühlschrank lagern oder sogar einfrieren.
Fazit
Spitzbuben sind einfacher, als sie aussehen: Ein guter Mürbeteig, genug Ruhezeit und ein fruchtiges Gelee genügen. Wer die Guetzli hell backt und erst kurz vor dem Fest füllt, bekommt zarte, leuchtende Spitzbuben, die zu den ersten Guetzli gehören, die von der Etagere verschwinden.
Wer nach den Festtagen Lust auf weitere Schweizer Klassiker hat, findet Inspiration bei knusprigen Meringues oder den deftigen Älplermagronen für die kalte Jahreszeit.
