Das Naturhistorische Museum Bern im Kirchenfeldquartier, direkt neben dem Historischen Museum Bern, ist eines der bedeutendsten Naturkundemuseen der Schweiz. Berühmt ist es für den präparierten Bernhardiner Barry sowie über 220 historische Dioramen mit einheimischen und exotischen Tieren; das Haus wurde 1832 gegründet.
Das Museum zählt 2026 zu den beliebtesten Familienzielen der Stadt. Wissenschaftliche Tiefe trifft hier auf anschauliche Vermittlung, was Gross und Klein gleichermassen anspricht.

Geschichte und Bedeutung
Die Wurzeln des Museums reichen bis 1832 zurück. Heute beherbergt das Haus mehrere Millionen Objekte in seinen wissenschaftlichen Sammlungen, von Mineralien über Insekten bis zu Wirbeltieren. Neben der Ausstellung betreibt es aktive Forschung.
Das heutige Gebäude an der Bernastrasse wurde 1936 bezogen. Über die Jahrzehnte entwickelte sich das Haus zu einem der angesehensten Naturkundemuseen der Schweiz, in dem Forscherinnen und Forscher unter anderem in Zoologie, Geologie und Paläontologie arbeiten. Die wissenschaftlichen Sammlungen dienen dabei als Grundlage für internationale Forschungsprojekte.
Barry, der berühmte Bernhardiner
Das wohl bekannteste Ausstellungsstück ist Barry. Der Bernhardinerhund rettete um 1800 am Grossen Sankt Bernhard zahlreiche Menschen aus dem Schnee. Nach seinem Tod 1814 wurde er präpariert und gehört seither zu den Wahrzeichen des Museums. Der Legende nach rettete Barry über vierzig Menschen das Leben, auch wenn die genaue Zahl historisch nicht belegt ist; bis heute steht sein Name jedenfalls für die Rettungshunde der Alpen.
Zu Ehren Barrys tragen noch heute die wichtigsten Zuchthunde am Hospiz seinen Namen. 2014, zum 200. Todesjahr, würdigte das Museum den berühmten Hund mit einer eigenen Ausstellung, die Naturgeschichte, Schweizer Kulturgut und Tierliebe miteinander verband.
Die berühmten Dioramen
Das Museum besitzt über 220 Dioramen, also naturgetreu gestaltete Schaukästen mit präparierten Tieren in nachgebildeten Lebensräumen. Diese zählen zu den umfangreichsten Sammlungen ihrer Art in Europa und zeigen Tiere aus den Alpen ebenso wie aus Afrika und der Arktis.
Die Dioramen entstanden über viele Jahrzehnte in sorgfältiger Handarbeit: Gemalte Hintergründe, echte Pflanzen und kunstvoll präparierte Tiere verschmelzen zu Szenen, die fast lebendig wirken. Neben den Tierwelten zeigt das Museum eine bedeutende Mineraliensammlung sowie Sonderausstellungen zu Klimawandel und Artenvielfalt.
Daten und Fakten
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Gegründet | 1832 |
| Berühmtestes Objekt | Bernhardiner Barry |
| Dioramen | über 220 |
| Sammlungsobjekte | mehrere Millionen |
Besuch und Umgebung
Das Museum liegt im Berner Kirchenfeldquartier, direkt neben dem Historischen Museum Bern. Wer einen Kulturtag plant, kann beide Häuser leicht verbinden und anschliessend das Kunstmuseum Bern besuchen. Auch ein Abstecher zum Werk von Paul Klee, dem mit dem Zentrum Paul Klee in Bern nachlassverwalteten Bauhaus- und Expressionismus-Künstler, bietet sich an, um Natur und Kunst zu verbinden. Wer danach noch Lust auf farbenfrohe Kunst hat, findet im Werk des spanischen Surrealisten Joan Miró eine poetische Welt voller Sterne und Tiere.
Häufige Fragen zum Naturhistorischen Museum Bern
Wer war Barry?
Barry war ein Bernhardinerhund, der um 1800 am Grossen Sankt Bernhard zahlreiche Menschen rettete und heute präpariert im Museum steht.
Was sind Dioramen?
Dioramen sind naturgetreue Schaukästen, die präparierte Tiere in nachgebildeten Lebensräumen zeigen.
Wann wurde das Museum gegründet?
Die Anfänge reichen bis ins Jahr 1832 zurück.
Ist das Museum für Kinder geeignet?
Ja, die Dioramen und interaktiven Bereiche machen es zu einem beliebten Familienziel.
Fazit
Für Familien mit Kindern sind vor allem die Dioramen und die kindgerechten Vermittlungsangebote ein Grund, wiederzukommen, während Erwachsene meist wegen Barry und den wissenschaftlichen Sammlungen kommen. Wer den Besuch mit den Nachbarhäusern im Kirchenfeldquartier verbindet, kann Naturgeschichte, Kunst und Schweizer Kulturgeschichte an einem Tag erleben.
