Das Kunstmuseum Bern ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit ständiger Sammlung und beherbergt rund 3000 Gemälde und Skulpturen sowie über 48 000 Arbeiten auf Papier vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Das Kunstmuseum Bern öffnete 1879 seine Tore und zählt bis heute zu den grössten Kunstsammlungen der Schweiz. Es liegt an der Hodlerstrasse im Zentrum Berns, unweit der Altstadt. Wer Berner Kultur erleben will, beginnt oft hier, denn das Haus vereint seine reiche Sammlung mit wechselnden Sonderausstellungen und ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden.

Geschichte des Museums
Über die Jahrzehnte wuchs der Bestand durch Schenkungen und Ankäufe stetig. Heute reicht die Sammlung vom Mittelalter über die italienische Malerei des 14. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Kunst, ein Bogen, der das Haus zum ältesten Kunstmuseum der Schweiz mit dauerhafter Sammlung macht.
2016 erlangte das Museum weltweite Aufmerksamkeit, als es das Erbe des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt antrat. Der Fund von rund 1500 Werken, darunter mögliche Raubkunst aus der NS-Zeit, stellte das Haus vor grosse Verantwortung. Das Museum verpflichtete sich zu transparenter Provenienzforschung und zur Rückgabe von Raubkunst an die rechtmässigen Erben.
Ein moderner Erweiterungsbau, das Stettlerhaus, ergänzt seit 1983 den historischen Altbau. Damit verbindet das Haus historische Bausubstanz mit den Anforderungen einer zeitgemässen Präsentation.
Sammlungshighlights
Das Kunstmuseum Bern besitzt eine der weltweit wichtigsten Sammlungen von Ferdinand Hodler, dem Schweizer Symbolisten (1853-1918). Auch Werke von Paul Klee, dessen Nachlass grösstenteils im Zentrum Paul Klee liegt, sind vertreten. Daneben zeigt das Haus Meisterwerke des Expressionismus, der Kunstrichtung des frühen 20. Jahrhunderts, und der modernen Kunst.
- Umfangreiche Hodler-Sammlung
- Werke der italienischen Frührenaissance
- Schweizer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts
- Internationale moderne und zeitgenössische Kunst
Wer einen Überblick über weitere prägende Namen sucht, findet ihn in unserer Übersicht der 10 wichtigsten Schweizer Künstlerinnen und Künstler.
Daten und Fakten
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Gegründet | 1879 |
| Gemälde und Skulpturen | rund 3000 |
| Arbeiten auf Papier | über 48 000 |
| Lage | Hodlerstrasse, Bern |
Besuchstipps
Planen Sie für die Sammlung mindestens zwei Stunden ein. Das Museum liegt nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Bern entfernt. Wer mehrere Häuser besuchen möchte, kann den Tag mit dem Historischen Museum Bern oder dem nahen Zentrum Paul Klee verbinden. Auch das Naturhistorische Museum Bern liegt in kurzer Distanz.
Das Museum bietet wechselnde Sonderausstellungen, die oft internationale Leihgaben zeigen. Ein Café lädt zur Pause ein, und der Museumsshop führt Kataloge und Reproduktionen. Für Familien gibt es eigene Führungen und Workshops. Wer flexibel ist, sollte unter der Woche kommen, da das Haus am Wochenende und während grosser Ausstellungen stärker besucht ist. Ein Blick auf die aktuellen Öffnungszeiten lohnt sich vor jedem Besuch, da diese je nach Saison variieren können.
Häufige Fragen zum Kunstmuseum Bern
Wann wurde das Kunstmuseum Bern gegründet?
Das Museum wurde 1879 eröffnet und ist das älteste Kunstmuseum der Schweiz mit ständiger Sammlung.
Welche Künstler sind besonders gut vertreten?
Vor allem Ferdinand Hodler, aber auch Paul Klee und zahlreiche Vertreter der modernen Kunst.
Wie gross ist die Sammlung?
Sie umfasst rund 3000 Gemälde und Skulpturen sowie über 48 000 Arbeiten auf Papier.
Wie komme ich zum Museum?
Das Kunstmuseum Bern liegt an der Hodlerstrasse, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt.
Kunstmuseum Bern im Kontext der Berner Museen
Das Kunstmuseum Bern deckt mit seiner Sammlung einen Bogen vom Mittelalter bis zur Gegenwart ab, mit der Hodler-Sammlung als Schwerpunkt und dem Gurlitt-Erbe als jüngstem Kapitel der Provenienzforschung. Für einen vollen Kulturtag in Bern lässt sich der Besuch gut mit dem Zentrum Paul Klee oder dem Historischen Museum Bern kombinieren, beide sind in wenigen Minuten erreichbar.
