Cremig, kaffeebitter und herrlich süss: Tiramisu zählt zu den beliebtesten Nachspeisen überhaupt und lässt sich dabei erstaunlich einfach zubereiten. Tiramisu gelingt aus Mascarpone, Eigelb, Eiweiss und Zucker, geschichtet mit in starkem Espresso getunkten Löffelbiskuits, in rund 30 Minuten aktiver Zubereitungszeit für eine Form mit ca. 6 Portionen. Wichtig ist, Eigelb und Eiweiss getrennt aufzuschlagen und die Creme vor dem Servieren mindestens 4 Stunden im Kühlschrank durchziehen zu lassen. Einen Ofen oder Spezialwerkzeug braucht es dafür nicht, nur frische Zutaten und etwas Geduld beim Kühlen.
Zutaten für eine Form (ca. 6 Portionen)
Für ein gelungenes Tiramisu zählt vor allem die Qualität der Zutaten: frische Eier, ein guter Mascarpone und ein kräftiger Espresso machen den Unterschied.
- 500 g Mascarpone
- 4 frische Eier (getrennt)
- 100 g Zucker
- 1 Päckli Vanillezucker
- ca. 250 g Löffelbiskuits
- 300 ml starker, abgekühlter Espresso
- Kakaopulver zum Bestäuben
Schritt für Schritt zum cremigen Tiramisu
Entscheidend für eine luftige Creme ist das getrennte Aufschlagen von Eigelb und Eiweiss. Nur so wird das Tiramisu standfest und schmilzt trotzdem auf der Zunge.
- Eigelb-Creme: Eigelb mit Zucker und Vanillezucker hell-cremig aufschlagen, Mascarpone unterrühren.
- Eiweiss: Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unter die Mascarponecreme heben.
- Tunken: Löffelbiskuits kurz, aber nicht zu lange, in den Espresso tauchen.
- Schichten: Eine Lage Biskuits, eine Lage Creme, so weiter, bis alles aufgebraucht ist. Mit Creme abschliessen.
- Kühlen: Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
- Servieren: Erst kurz vor dem Servieren grosszügig mit Kakao bestäuben.
Varianten und Tipps
Wer öfter Tiramisu macht, findet schnell eigene Vorlieben. Drei Varianten haben sich in der Praxis bewährt.
| Variante | Was ändert sich | Tipp |
|---|---|---|
| Ohne rohe Eier | Creme aus Mascarpone + geschlagenem Rahm | weniger luftig, dafür eifrei |
| Mit Beeren | Espresso durch Beerensaft ersetzen | frisch und sommerlich |
| Alkoholfrei | kein Amaretto/Marsala | familienfreundlich, voller Kaffeegeschmack |
Wer nach dem italienischen Klassiker Lust auf etwas Wärmendes bekommt, wird beim Milchreis-Rezept fündig. Für die nächste Kaffeepause lohnt sich zudem ein Blick auf unsere einfachen Kuchenrezepte.
Tiramisu in Zahlen
Kaffee-Desserts liegen voll im Trend. Laut dem Schweizer Kaffeeverband (Procafé) trank die Schweizer Bevölkerung 2026 im Schnitt rund 1’100 Tassen Kaffee pro Kopf und Jahr und gehört damit zu den führenden Kaffeenationen weltweit. Eine Konsumentenbefragung der GfK aus dem Jahr 2026 ergab, dass Tiramisu zu den drei beliebtesten Desserts der Deutschschweiz zählt; rund jeder vierte Befragte bereitet es mindestens einmal pro Jahr selbst zu.
Häufige Fragen zu Tiramisu
Wie lange muss Tiramisu durchziehen? Mindestens 4 Stunden, ideal über Nacht. So verbinden sich die Aromen und die Creme wird schnittfest.
Kann ich Tiramisu einfrieren? Ja, es lässt sich gut einfrieren und schmeckt halbgefroren fast wie ein Semifreddo. Im Kühlschrank langsam auftauen lassen.
Warum wird meine Creme flüssig? Meist wurde der Mascarpone zu lange oder zu warm gerührt. Rühre ihn nur kurz unter und arbeite mit gut gekühlten Zutaten.
Tiramisu vorbereiten und aufbewahren
Tiramisu eignet sich hervorragend zum Vorbereiten. Wer Gäste erwartet, schichtet die Creme schon am Vortag und lässt sie über Nacht durchziehen, dabei wird der Geschmack sogar runder. Gut zugedeckt hält sich Tiramisu im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Tage, danach wird die Biskuitschicht spürbar weicher. Zum Servieren reicht es, kurz vorher frisch mit Kakao zu bestäuben, damit das Pulver nicht in die Creme einzieht.
Als cremige Alternative zum Tiramisu lohnt sich auch unser New York Cheesecake.
Als italienischer Apéro vor dem Dessert eignet sich ein selbstgemixter Negroni.
